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geschrieben am: 19.10.2008 um 12:19 Uhr IP: gespeichert
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Hast du dir den Flyer mal richtig angeschaut???
Diese Platten sind eingegraben! Die Kaninchen laufen und buddeln in Erde! DARUNTER sind die Gitter vergraben, dass sich kein Ninchen raus und kein Mader hineingraben kann! Die Kaninchen haben auch in diesen Gehegen ihre Höhlensysteme, aber wenn Ende ist, ist Ende. Du musst das unbedingt nachholen! Denn deine Kaninchen sind nicht blöd und die Mader und Ratten und andere Fressfeinde auch nicht! Die graben sich schneller zu deinen Kaninchen als du die Höhensysteme gezählt hast.
So, hier nochmal zum Nachlesen, wie ein Kaninchengehege gesichert sein MUSS (wenn kein Mader rein kommt, kommt auch kein Kaninchen raus!)
Aufgrund einiger Nachfragen bezüglich des richtigen und sicheren Drahtes für Außengehege haben wir Nachforschungen angestellt.
Da man am besten erfährt, wo Marder nicht hineinkommen, haben wir dort nachgefragt, wo sie nicht aus dem Gehege herauskommen sollten – bei der Marderhilfe des Frettchentreffs.
Dort stießen wir auf Katrin, die neben ihren Frettchen auch Marder-, Nerz- und Wiesel-Waisenkinder beherbergt und sie anschließend wieder auswildert. Von ihr bekamen wir nun einige hilfreiche Tipps.
Einiges davon steht ja bereits in vielen Broschüren und Threads, hier aber noch mal alle Infos kompakt:
1.
Ein sicheres Gehege muss rundherum gesichert sein, alle Seiten und das Dach (sofern nicht überdacht) müssen absolut sicher sein. Insbesondere muss Draht unter dem gesamten Gehege etwa in 30 – 50 cm Tiefe eingegraben werden, die hochgeklappten Seiten müssen mit dem oberirdischen Gehege dicht verbunden sein.
2.
Unsere Faustregel: Keine Lücke im Gehege darf so groß sein, dass ein gekochtes und gepelltes Hühnerei unbeschadet durchgesteckt werden kann. Häufige Schwachstellen: Übergänge zwischen Dach und Seitenwänden sowie Übergänge zum Boden, Gehegetüren.
3.
Der Draht muss feuerverzinkter und punktgeschweißter Volieren- / Vierkantdraht sein. Sechseckiger „Kaninchendraht“ oder Draht mit Plastikummantelung halten einem hungrigen Marder nicht stand! Der Draht soll mindestens 1,2 mm stark sein. Ein mardersicherer Draht hat eine Maschenweite von bis zu 19 mm, allerdings sollte man wegen der Wiesel besser 12 mm nehmen, dann hält das Gehege auch diesen stand.
4.
Die Balken, die das Gehege tragen, sind ab 4 x 4 cm als mardersicher zu empfehlen.
Wichtig ist auch, wie der Draht an den Balken befestigt wird, dünne Heftklammern halten nicht stand, daher sollte der Draht mit mind. 3 cm langen Holzschrauben und Unterlegscheiben befestigt werden. Einige sweetrabbianer haben für den Bau auch Krampen benutzt, die deutlich stabiler sind als Tackernadeln.
Noch ein paar Infos von Katrin über die Tiere:
Der Marder gehört zu den Marderartigen, das Frettchen ist eine Art des Iltis, der wiederum ebenfalls ein Marderartiger ist. Marderartige können bis zu 80 cm tief graben, in sandigen Böden sogar tiefer als 1m!
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