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geschrieben am: 02.02.2012 um 23:35 Uhr IP: gespeichert
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Hallo,
puh, also erst einmal: Jedes Kanichen, egal ob Menschenfan oder "person"ifiziertes Misstrauen, ist nach dem Tierarztbesuch tendenziell einen bis zwei Tage lang beleidigt und nimmt dann meist auch zB erstmal kein Futter aus der Hand.
Dann: Ich glaube nciht, dass ein Tier welches kastriert wird die Kastration mit den Haltern verbindet - zumindest kein Kaninchen.
Das wird sich höchstens merken: Der lange Zweibeiner hat mich gepackt und in die Box gesteckt - die Box finde ich blöd und vor der Hand habe ich erstmal zwei, drei Tage lang ein bisschen Respekt.
Wobei letzteres bei einem Tier von 10 Wochen... Meiner Erfahrung nach ist die Gefahr recht klein, denn so junge Kaninchen sind einfach unglaublich neugierig und vertrauensvoll - das nimmt erst mit dem fortschreitenden Alter der Tiere ab.
Macht euch am besten einfach keine großen Illusionen über wer weiß wie große "Vertrauensbasen" und dann kann nichts passieren.
Manche Kaninchen mögen Menschen, andere eher weniger. Junge Tiere sind in den allermeisten Fällen große Fans von allem - egal ob Mensch, anderes Kaninchen, Wohnzimmergardine oder Pappkarton. Bei manchen bleibt es so, andere verlieren (oft ohne Grund - da braucht es keinen Auslöser, manchmal kommt es mit der Pubertät) diese absolute Furchtlosigkeit zugunsten einer (für Fluchttiere nur natürlichen und gesunden) Scheu.
Ich glaube dass die wenigsten Kaninchen einem Menschen "vertrauen" - das ist anders als mit einem Hund oder Pferd, die sich auf uns einlassen und mit uns arbeiten lernen.
Das heißt nicht, dass nicht einige Kaninchen sich super brav streicheln und anfassen lassen und auch mal "kuscheln" kommen - sie also völlig angstfrei und locker im Umgang mit uns sind. Davon gibt es wirklich einige
Aber da wir sehr unterschiedliche Arten sind, und die Kaninchen nicht so sehr auf eine Kooperation mit dem Menschen herausgezüchtet sind wie andere Tierarten, würde ich einfach nicht von Vertrauen sprechen.
Was ich euch fast schon versprechen kann: Kaninchen haben nicht gerade das beste Gedächtnis und (wie oben schon gesagt) nach zwei Tagen ist bei ihnen ein Tierarztbesuch spätestens wieder vergessen.
Das ist ein kurzer Schreck - aber den verdaut ein Kaninchen sehr schnell (auch hier wieder: Das Fluchttier erschreckt sich schnell, da ist die Verteidigungsart die Mutter Natur ihm geschenkt hat. Aber deshalb ist der Schreck auf fast alltäglich für sie - und darum nur wenig nachhaltig). Was es sich dagegen lange und sehr gern merkt ist, woher das Futter kommt (von euch - das macht euch interessant und angenehm) und wie genau das Geräusch der einen besonderen Tupperdose klingt, in der die Leckerlies sind.
Kurz gesagt: Einen Tierarztbesuch verdauen Kaninchen sehr schnell, ein echtes Vertrauensverhältnis zu brechen (speziell nach erst einer einzigen Woche...) wird dadurch wohl nicht passieren - und nicht zuletzt geht die Liebe hier durch den Magen.
Ich würde mir da keine Sorgen machen - was ist schon eine Woche gegen die vielen Jahre, die man mit dem Tier dann vor sich hat?
Alles Gute
PS: Telefoniert bitte schon bevor die Tiere kommen eure Ärzte in der nähe durch und fragt, wer von den Praxen überhaupt Frühkastrationen durchführt. Vergewissert euch auch, dass der Arzt wirklich "Frühkastration" mein und nicht "eine frühe Kastration" - dass er also das Tier kastriert BEVOR die Hoden gefallen sind und nicht erst danach.
Leider wird man da am Telefon oft schlecht beraten und muss dann doch die Tiere trennen und Quarantäne halten, weil es ein Missverständnis gab. |
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