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geschrieben am: 10.11.2006 um 09:39 Uhr IP: gespeichert
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Ich habe bis etwa zum Alter von 16 Fleisch gegessen. Im Laufe der Zeit hatte ich so einige unangenehme Erlebnisse - Tiertransporte auf der Autobahn; der Schulweg führte an einer kleinen Schlachterei vorbei, die ganz selten auch mal selbst geschlachtet haben; einmal musste ich Kaninchen essen, weil ich sonst einen Menschen der mich damit liebevoll überraschen wollte wohl sehr enttäuscht hätte; in einem Skandinavienurlaub habe ich problemlos nahezu vegetarisch gelebt, weil ich Fisch und Wild schon immer eklig fand (isst man da sehr viel!) - die mir das Bewusstsein schärften, dass Tiere Lebewesen sind und all das Leid was ich bis dahin gesehen habe bedeutete für mich nur eine logische Konsequenz: für mich kein Fleisch mehr! Es hat mich nur noch angeekelt. Es fiel mir überhaupt nicht schwer darauf zu verzichten. Es war für mich ja auch kein Verzicht, es war meine freie Entscheidung, die aus einem - nennen wir es mal Reifungsprozess - hervorgegangen ist.
Meine Eltern haben das für eine vorübergehende Marotte gehalten - aber sie hält bis heute an.
Ich denke, es muß jeder selber wissen, was er tut. Ich sage niemandem, er soll zum Vegetarier werden, aber ich habe auch keine Hemmungen darüber mit "überzeugten" Fleischessern zu diskutieren. Denn die meisten deren Argumente sind Null und nichtig - ausser dem, dass sie eben nicht verzichtn können und wollen. Das akzeptiere ich auch.
Ich esse zwar Eier und trinke Milch, aber Eier nur von "glücklichen Hühnern" (ich weiß woher meine Eier stammen!), und bei Milch habe ich manchmal echt ein schlechtes Gewissen, denn das ist auch nicht ohne. Wenn ich da an die Kälberhaltung und Hochleistungskühe denke... Ich weiß auch, dass ich so manches Mal Eier aus Massentierhaltung versteckt in Kuchen und Nudelgerichten mitesse. Das macht mich auch nicht glücklich. Bei mir gibt es aber nur Nudeln aus Hartweizengrieß.
Ich liebe Tiere viel zu sehr, als dass ich sie von anderen quälen lassen und dann selbst essen kann. Zwar bin ich mir bewusst, dass auch ich die Wlet nicht retten kann, aber jeder kann einen Teil dazu beitragen, die Welt vielleicht ein wenig besser zu machen.
So, dass hört sich jetzt schon wie das Wort zum Sonntag an, aber das sind meine Beweggründe. |
Schöne Grüße von Marion
mit Joshi, Atika, Blue, Olivia und Otis
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